Niacine uitsnede 1

Niacin - das energische Vitamin

mo 26 feb 2018

Niacin (Vitamin B3) ist ein unverzichtbarer Baustein für die Nikotinamid-Komponente der wichtigen Coenzyme NAD und NADP. Diese sind wiederum essentiell für den Energiehaushalt von Wiederkäuern. NAP und NADP spielen nämlich eine Rolle im Kohlenhydratstoffwechsel (Glykolyse und Zitronensäurezyklus), Fettstoffwechsel (Synthese und Abbau von Glycerin und Fettsäuren und Synthese von Steroiden) und Proteinstoffwechsel (Synthese und Abbau von Aminosäuren). Bei Wiederkäuern unterstützt Niacin die Leber bei der Umwandlung von Ammoniak zu Harnstoff und bei der Handhabung von Ketonkörpern. Zu guter Letzt verbrauchen Pansenmikroben Niacin in ihrem Stoffwechsel, was zu einer erhöhten mikrobiellen Proteinproduktion und mehr Propionsäurebildung führt.

Wiederkäuer können den Bedarf an Niacin auf drei Arten decken. In erster Linie im Körper durch die Umwandlung von Tryptophan in Niacin. Die Effizienz dieser Umwandlung ist jedoch sehr gering. Zusätzlich werden Vitamin B2, Vitamin B6 und Eisen für diese Umwandlung benötigt. Darüber hinaus hängt die Umwandlung von der Protein- und Energiezufuhr des Tieres ab. Besonders in der Übergangsphase befindet sich die Niacinbildung über diesen Weg auf einem niedrigen Niveau.

Zusätzlich zu der oben genannten Umwandlung wird Niacin im Pansen gebildet. Santschi et al. (2005) haben nachgewiesen, dass die scheinbare Niacinsynthese im Pansen etwa 2 g/Tag beträgt. Neuere Studien von Seck et al. (2017) zeigen, dass die Produktion von Niacin im Pansen bei einem höheren Raufutteranteil in der Ration abnimmt. Natürlich gibt es hier ein Optimum. Bei einem schlecht funktionierenden Pansen, beispielsweise durch Pansenübersäuerung, kann die Niacinproduktion sogar auf Null absinken.
Zu guter Letzt kann die Kuh Niacin aus der Ration aufnehmen. Die Verfügbarkeit hängt jedoch stark vom Rohstoff ab. Aus Getreide wird sehr wenig Niacin freigesetzt. Darüber hinaus wird ein großer Teil des Niacins von den Pansenmikroben verbraucht. Um dies zu verhindern, muss daher zusätzliches pansenbeständiges Niacin bereitgestellt werden. Dennoch hat sich herausgestellt, dass die Bereitstellung einer höheren Dosis von nicht pansenbeständigem Niacin bei Kühen zu Beginn der Laktation einen positiven Effekt auf die Milchproduktion, Milchproteine und NEFAs im Blut hat.

Eine erhöhte Niacinversorgung ist daher besonders in der Übergangsphase und zu Beginn der Laktation essentiell. Zusätzliches Niacin wirkt jedoch auch positiv auf das Wachstum von Mastvieh und Lämmern. Die Dosis von nicht pansenbeständigem Niacin sollte höher sein als die von pansenbeständigem Niacin. Twilmij hat sowohl das Standard-Niacin (nicht beständig) als auch ein beständiges Niacin verfügbar. Für weitere Informationen zur Anwendung dieses Vitamins wenden Sie sich bitte an Ihren Kundenbetreuer oder an unseren Ernährungsspezialisten Elwin Brons: ebrons@twilmij.nl