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Twilmij führt Genial INTEGRAL für Masthähnchenfutter ein

mo 02 okt 2017

Seit dem Verbot von Fütterungsantibiotika im Jahr 2006 und der Reduzierung des kurativen Antibiotikaeinsatzes liegt der Fokus des westeuropäischen Masthähnchenhaltungssektors auf der Darmgesundheit. Es besteht ein enger Zusammenhang zwischen Darmgesundheit und Einstreuqualität sowie die Inzidenz von Fußsohlenläsionen und technischen Ergebnissen. Der wirtschaftliche Schaden bei einer Darmerkrankung kann bis zu 5 ct pro Masthähnchen betragen, vor allem wenn nicht rechtzeitig eingegriffen wird.

Die Eimeria-Sorten und Clostridium perfringens werden oft als mögliche Ursache für Darmprobleme wie Kokzidiose und nekrotische Enteritis (NE) angesehen. Bei vielen Masthähnchenherden sorgen diese Mikroorganismen für subklinische Probleme wie ein gestörtes Wasser-Futter-Verhältnis, etwas feuchteren Kot und eine schlechtere Futterverwertung. Es ist wahrscheinlich, dass der Darmgesundheitszustand auch eine Rolle bei der Kolonisation bzw. der Nicht-Kolonisation von anderen pathogenen Mikroben wie E. coli (Dottersackentzündung) und Enterococcus caecorum (Gelenkentzündung) spielt.

Die Kontrolle der Darmgesundheit ist daher ein wichtiger Schwerpunkt in der Masthähnchenhaltung. Neben dem Management und der (veterinären) Betreuung, nimmt der Ernährungsspezialist des Masthähnchenfutterproduzenten eine wichtige Rolle ein. Die Basis muss gut sein; bevor man sich für ein oder mehrere Produkte entscheidet ist es wichtig, den Mischfutterherstellungsprozess, die Nährstoffversorgung pro Altersphase (Protein, Mineralstoffe!), den Gebrauch von Enzymen und Kokzidiostatika und dergleichen zu regeln.

Aus der Fachliteratur und aus eigenen Masthähnchenversuchen sind Kombinationen von mittelkettigen Fettsäuren (vor allem Laurinsäure), Lactylaten und beschichtetem Butyrat die vielversprechendsten Zusätze zur Unterstützung der Darmgesundheit. Ätherische Öle können diesen Effekt noch verstärken. Die Verwendung von Pre- und Probiotika kann unter bestimmten Umständen ebenfalls sinnvoll sein (z. B. in den ersten Lebenstagen), erfordert jedoch weitere Untersuchungen.

Im Jahr 2016 hat Twilmij in Zusammenarbeit mit Z.T.C. Leuven, GvP Emmen und Corbion einen Masthähnchenversuch durchgeführt. Dabei wurde der Effekt von Lactylaten in Kombination mit bzw. ohne Genial BUTYGAN (beschichtetes Butyrat mit Oreganoextrakt) untersucht. 576 Ross 308 Hähne wurden zufällig über 36 Ställe und 6 Behandlungen verteilt. Der Versuch hatte ein 2 x 3-Design: (1) Kontrolle, (2) wie 1. + 0,1 % Aloapur CP, (3) wie 1. + 0,2 % Aloapur, (4) wie 1. + Genial BUTYGAN (0,1 % im Starterfutter und 0,05 % im Aufzucht- und Endfutter), (5) wie 2. + Genial BUTYGAN und (6) wie 3. + Genial BUTYGAN. Die Masthähnchen erhielten ein dreiphasiges Fütterungsprogramm mit Futter auf Weizen-Soja-Mais-Basis und Nährstoffgehalten gemäß CVB. Als Herausforderung enthielten die Futter 2,5-5 % Roggen und wurden keine Enzyme oder Kokzidiostatika zugefügt. Die Küken wurden in einer praxiskonformen Besatzdichte gehalten und hatten unbegrenzt Futter und Wasser zur Verfügung. Gewicht, Ausfall und Futteraufnahme (pro Stall) wurden in einem Alter von 1, 14, 28 und 39 Tagen ermittelt, so dass pro Periode die Tageszunahme, Futteraufnahme und Futterverwertung berechnet werden konnte. An Tag 21, 28 und 39 wurde die Einstreu in jedem Stall optisch beurteilt und bewertet. An Tag 39 wurde außerdem der Fußsohlenläsionen-Score ermittelt. An Tag 28 wurde ein Küken pro Stall zur Bestimmung darmmorphologischer Parameter getötet; außerdem wurde der Darminhalt für die Analyse der Mikrobiota gesammelt.

Die Zugabe von Lactylaten verbesserte die Futterverwertung in der Endmast und numerisch (-/- 0,04) den gesamten Durchgang durch eine geringere Futteraufnahme. Der positive Effekt von Lactylaten auf die Futterverwertung war am ausgeprägtesten bei den Futtermitteln mit Genial BUTYGAN (-/- 0,06); es zeigte sich eine Tendenz zur Wechselwirkung zwischen Lactylaten und Genial BUTYGAN in der Wachstumsphase. Die Küken, die mit Genial BUTYGAN gefüttert wurden, wiesen im Jejunum längere Darmzotten und tiefere Krypten auf. Die Zugabe von sowohl Lactylat als auch Genial BUTYGAN verbesserte den histologischen Darm-Score. Dies deutet auf weniger Entzündungszellen im Darm hin. Die anderen darmmorphologischen Parameter, Ausfall, Einstreuqualität und Fußsohlenläsionen-Score wurden nicht signifikant durch eine der Behandlungen beeinflusst. Interessant war der Effekt auf die Mikrobiota im Jejunuminhalt. Die Kombination von Lactylaten mit Genial BUTYGAN reduzierte die Anzahl an Eubakterien und Laktobazillen. Die Futterbehandlungen hatten keine Auswirkung auf die anderen untersuchten Mikroben.

Neben dem einfachen Genial BUTYGAN hat Twilmij auf Grundlage dieser neuen Forschungsergebnisse Genial INTEGRAL entwickelt, bei dem Genial BUTYGAN mit Lactylaten kombiniert wird. Die empfohlene Dosierung von Genial INTEGRAL beträgt 0,25 %, 0,20 % und 0,15 % in jeweils (Pre)starter-, Aufzucht- und Mastfutter.

Für weitere Informationen können Sie gerne mit unserer Ernährungsspezialistin für Geflügel, Marien van den Brink, Kontakt aufnehmen. mvdbrink@twilmij.nl